Mittwoch, 30. September 2009

Santa Monica, Pismo Beach, Monterey

Am Montag, dem 28.Sept., haben wir erst einmal die bekannte 3rd Street in Santa Monica erkundet, eine belebte und nette Einkaufsstraße.
Geox-Schuhe für Felix, ein paar Tops für Inge und eine Brillenreparatur für Dieter später landeten wir auf der Dachterrasse eines Wolfgang-Puck-Express-Restaurants - ein echter Geheimtipp, diese Filialen des in Amerika offenbar recht bekannten Österreichers, der u.a.das Catering für die Oskar-Verleihungen macht und einige Luxus-Restaurants betreibt, aber eben auch Fast Food in sehr guter Qualität zu erstaunlich guten Preisen anbietet.
Danach Fahrt zur Main Street mit der berühmten, von Frank Gehry ( der hat auch die "verdehten" Gebäude im Düsseldorfer Medienhafen gestaltet ) entworfenen Fassade einer Werbeagentur in Form eines drei Stockwerke hohen Fernglases.
Anschließend fuhren wir noch ca.3 Stunden bis Pismo Beach, wo wir ein Zimmer im Best Western Shore Cliff Hotel gebucht hatten.
We should have been warned!!! In einer der ansonsten sehr positiven Bewertungen für dieses Hotel war erwähnt, daß die Vögel ( Möwen und Pelikane ) sehr störend seien...
Nun ja, dachten wir, so ein bißchen Möwengekreische kann uns eigentlich nicht schrecken - nee, das nicht, aaaaaaber: DER GESTANK!
Oder, wie es auf Englisch im Internet stand: "Nice hotel, but for the birds...!"
Möwen, massenhaft Pelikane und Tauben lassen halt auch mal was fallen, und das wiederum in großen Mengen - stinkt!
Naja, wir ließen die Schiebetüren zu unserer Terrasse geschlossen und hatten so doch eine recht gute Nacht, nachdem wir noch sehr gute, mitgebrachte Sushi bei einem schönen Glas Wein auf dem Zimmer verzehrt hatten.

Am nächsten Tag, dem 29. Sept., wachten wir auf bei Temperaturen von ca.15°C !
Das hatten wir nun echt nicht erwartet! Der Himmel war total bedeckt, aber nachdem wir einige Zeit mit Frühstück und der Buchung eines Hotels in San Francisco per Internet zugebracht hatten, war die Sonne durchgekommen und es wurde gleich wieder angenehm warm. Wir erkundeten erst noch das Gelände um unser Hotel herum und hatten durchaus Spaß daran, die "stinkenden" Pelikane zu beobachten. Lustig auch ein Schild an einem Zaun: "Pelikan Crossing", also wörtlich übersetzt eigentlich : Kreuzende Pelikane! In England und Amerika steht das allerdings eigentlich für einen Fußgängerüberweg mit einem Zebrastreifen...- keine Ahnung,warum!
Okay, hab's grad mal gegoogelt:
"It's actually pelicon - PEdestrian LIght CONtrolled crossing"
Well, then, just another mystery solved... ;-)
Danach machten wir uns auf, weiter den Pacific Highway N1 Richtung Norden zu befahren.
Erste eigentlich vorgesehene Station war das berühmte Hearst Castle, ein Prunkbau, den sich der Medienmllionär William Hearst in den dreißiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts mitten in diese Küstenlandschaft gesetzt hatte.
Als wir allerdings erfuhren, daß die Besichtigung dieses Schlosses nur mit einer teuren Führung möglich war, die wir gar nicht wollten, nahmen wir dann doch davon Abstand.
Warum? Na, was soll das - wir in Europa haben all das im Original, was sich hier ein superreicher amerikanischer Medienmogul als Adaption hingesetzt hat - darauf konnten wir dann doch verzichten!
Viel, viel interessanter fanden wir dann das, was uns ein paar Meilen weiter an der Küste erwartete: eine riesige Kolonie von etlichen hundert See-Elefanten!
Wir standen fast eine Stunde lang im mehr als kräftigen Wind an der Bucht und konnten uns nicht sattsehen an dem Treiben der Kolosse im Wasser und an Land. In den folgenden beiden Videos kann man die Tiere in Aktion sehen:

See-Elefanten I
See-Elefanten II

Auch einige possierliche und sehr zutrauliche Erdhörnchen amüsierten uns.
Am "Ragged Point" gab es dann eine kleines Mittagessen, und weiter führte uns unser Weg in Richtung San Francisco über die malerische Küstenstrasse vorbei an Feldern von windgebeuteltem, auf kargen Felsen blühenden Pampasgras ( und wir haben grad mal zwei so Dinger, sorgfältig gehegt und gepflegt, in unserem Vorgarten...), vorbei am Big Sur Lighthouse Point und über die Bixby Creek Bridge, der ältesten ( Baujahr 1932 ) Bogenbrücke Amerikas.
Im Wasser unter uns viel Kelp, diese z.T. meterhoch wachsenden, braunen Algen, die ganze Wäder bilden und die wir schon von Südafrika kannten.
Kurz vor Sonnenuntergang ( 18.30h ) wollten wir in einen kleinen State Park an der Küste einfahren, um dort vor interessanter Kulisse die untergehende Sonne zu fotografieren.
Am Eingang zum Park informierte uns der Park Ranger, daß wir zwar gerne noch hineinfahren dürften, aber doch zusehen sollten, daß wir bis spätestens um 19.30h wieder von der Küste weg seien - gegen 21h würde hier nämlich ein Tsunami erwartet!
Ah, well, nice joke! Just kidding some silly tourists...!
Hmmm, wasn't a joke after all -es hatte tatsächlich ein Erdbeben im Pazifik gegeben, bei Samoa, Stärke 8,0, und das hatte einen Tsunami ausgelöst, dessen Auswirkungen auch an der Westküste von San Francisco bis hierher erwartet wurden...
Tolle Sache! Da macht man sich Gedanken, ob man wegen der latenten Erdbebengefahr um den Sankt-Andreas-Graben herum überhaupt in diese Gegend reisen sollte, und dann so was!
Naja, inzwischen ist es Mitternacht, und nix ist passiert...









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