Fotos: Salt Lake City
Hallo Illa, hallo Angelika, hallo Felix, hallo Bastian...-
und natürlich auch ein "Hallo" an all die Leser, von denen ich nicht weiß! ;-)
Weiter geht's - von New York nach Salt Lake City!
Wie schon angedeutet, ging es am Samstag mit dem Flieger ( diesmal Delta Airlines ) von JFK nach Salt Lake City. Der Flug ( 4 1/2 Std. ) verlief planmäßig und recht ruhig.
Die Ankunft am Flughafen in Salt Lake City ließ uns irgendwie aufatmen: Neu, sauber, hell, freundlich, ruhig ( nur leise, teils klassische Hintergrundmusik ) - welch eine Wohltat nach New York!
Und der erste Eindruck dauerte an: Selbst bei der Mietwagenübernahme am Flughafen nur positive Erfahrungen, sogar meine Reklamation des uns zugedachten Dodge Charger ( der Beifahrersitz war so niedrig und die "Gürtellinie" so hoch, daß ich kaum aus dem Fenster gucken konnte...- und ich bin ja nun nicht die Kleinste!) war kein Problem - wir bekamen ohne Theater einen Hyundai Sonata, in dem ich die nächsten 3 Wochen wesentlich mehr von der Landschaft sehen werde!
Weiter ging's in unser Hotel ( siehe interaktive Karte am Anfang des Blogs ) - auch das sehr schön, das Personal sehr bemüht.
Am Nachmittag suchten wir erst einmal eine Shopping Mall ( Gateway Center ) auf, um uns mit ein paar Dingen einzudecken und zu essen ( mexikanisches Steakrestaurant, lecker, aber was die unter einem Riesling verstehen - brrrr...!).
Das mit dem Wein- oder Bierkaufen war übrigens so ziemlich das Einzige, was wir in der Mormonenstadt Salt Lake City als ungewöhnlich empfanden - dafür muß man einen "State Liquor Shop" finden, denn wie in Skandinavien ist das alles staatlich geregelt. Die Mormonen dürfen ja wegen ihres Glaubens weder Alkohol noch Kaffee oder Cola trinken....
Ansonsten ist Salt Lake City eine liebenswerte Stadt, mit breiten Straßen, sehr aufgeräumt und sauber, die Einwohner allesamt sehr freundlich, modern gekleidet, manche mit Tattoos, in teilweise schrillen Outfits ...- und wo zum Teufel stecken nun die fundamentalistischen, merkwürdig gekleideten, polygamen Mormonen???
Wir konnten sie nicht finden....
Am nächsten Tag sind wir dann nach Park City gefahren, einem Städtchen eine Dreiviertelstunde von Salt Lake City entfernt. Ursprünglich eine Bergbaustadt, in der nach Silber gegraben wurde, sind dort im Stil früherer Zeit viele neue Häuser entstanden - recht pittoresk, ein wirklich schnuckeliger Ort.
In einer "Sports Bar" haben wir wunderbar zu Mittagg gegesen und bei der Gelegenheit von dem sehr freundlichen jungen Mann, der uns bediente, erfahren:
Die fundamentalistischen Mormonen leben schon lange nicht mehr in Salt Lake City, sondern " irgendwo weit draußen in der Wüste", und schon gar nicht in Park City - das wurde zunächst sogar "Sin City" genannt, weil hier z.B. Alkohol getrunken wurde und es auch sonst recht "unmormonisch" zuging...
Nun ja - hier wurden immerhin auch etliche Disziplinen der Olympischen Winterspiele 2002 ausgetragen...
Von da fuhren wir dann quasi auf die andere Seite von Salt Lake City, zum Großen Salzsee, dem größten in Amerika.
Es windete kräftig, aber wir sahen statt Sonne tolle Wolkenformationen in interessantem Licht über dem See - das entschädigte!
Zum Great Salt Lake Desert, der riesigen ausgetrockneten Salzebene, wo Autorennen ausgetragen und Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt werden, haben wir es nicht mehr geschafft - das wären noch mal 200km gewesen....
Am nächsten Tag haben wir nach dem Check Out im Hotel erst mal die Family History Library der Mormonen am Temple Square aufgesucht, die größte Sammlung zur Ahnenforschung der Welt - da mußte Dieter als Hobby-Genealoge natürlich hin! Leider hat er dann doch keine weiteren Informationen zu seinem irgendwann mal nach Amerika ausgewanderten Groß-Groß-Onkel gefunden...
Dann ging es zum eigentlichen Temple Square - und wir waren überwältigt! Das ist eine Demonstration mormonischen Geistes ohnegleichen - Pracht, sogar Prunk, alles von riesigen Dimensionen... - aber ohne Frage geschmackvoll gemacht, sogar die riesigen, äußerst gepflegten Blumenrabatten zwischen den Gebäuden, sämtlich im Stil eines üppig-blühenden Bauerngartens - hallo, Sigrid, das hätte Dir gefallen!
Zu Mittag gegessen haben wir dann auch bei den Mormonen - im zum Komplex gehörenden "Lions House" - gut und preiswert. Allerdings war Dieter doch etwas besorgt - womöglich war ja was im Essen, das uns nach dem Genuß sofort zum Konvertieren veranlaßte...?
Nö, ist nicht passiert!
Am Nachmittag haben wir dann ein gewittriges Salt Lake City verlassen, um nach einer Dreiviertelstunde Bingham Canyon zu erreichen - dort befindet sich die größte und älteste Tagebau-Kupfermine der Welt, d.h. : Ein RIESIGES Loch in der Erde, das angeblich sogar aus dem Weltraum zu sehen ist...
Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber es ist schon ziemlich irre - obwohl leider ( mal wieder... ) in strömendem Regen fotografiert, vermitteln die Bilder vielleicht doch einen Eindruck davon, wie gigantisch das Ganze ist.
Danach führte uns eine recht ungemütliche, stundenlange Fahrt durch Dunkelheit und Wolkenbrüche nach Price, einem kleine Ort südöstlich von Salt Lake City, wo wir momentan in einem Motel Station machen und hoffen, von hier aus morgen bei besserem Wetter den wohl phantastischen Arches National Park besichtigen zu können!
Gute Nacht, bis dann!
Inge
Dienstag, 15. September 2009
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